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Die Cannabis-Lüge

Warum Marihuana verharmlost wird und wer daran verdient

von Kurosch Yazdi, Dr.

Verlag: Schwarzkopf + Schwarzkopf
1. Auflage 2017. 255 Seiten
ISBN: 3862656330, 9783862656332

Cannabis ist harmlos und gesund? Warum es nicht gleich legalisieren? Ein Suchtmediziner räumt auf mit dem romantischen Scheinwissen und deckt das Millionengeschäft hinter Marihuana und Co auf!
Keine Woche vergeht, in der Cannabis nicht als neues Wundermittel gegen Schmerzen, Depressionen, Schlafstörungen und andere Krankheitsbilder angepriesen wird.
Dabei ist es erschreckend mitanzusehen, wie sehr die Wirkung von Cannabis in der heutigen Zeit verharmlost wird. Wie sich Experten zu Wort melden, die gar keine sind. Wie Politiker dazu auch noch Kommentare abgeben müssen, dass das Kiffen doch gar nicht so schlimm sei, obwohl sie gar keine Ahnung von der Materie haben.
Gern wird verschwiegen, dass die Konzentration des berauschenden Wirkstoffs THC in der Pflanze heute viel höher ist als früher und dass cannabisbezogene Störungen vor allem bei Jugendlichen drastisch angestiegen sind. Die Pharma- und Nahrungsmittelindustrie nutzt den Cannabis-Hype, um den gesättigten Markt neu zu beleben und erhält dabei breite Unterstützung von Politikern. Hier wird Wirtschaftswachstum mit medizinischen Argumenten und dem Konsummotor Sucht angestossen - ein Skandal.
Marihuana ist zum Liebling vieler Gruppierungen geworden. Es steht für persönliche Freiheit, Genuss- und Heilmittel, Arbeitsplätze, Wirtschaftsaufschwung, Steuereinnahmen und angeblich sogar für die Rettung von kleinen bäuerlichen Betrieben, die nun statt Mais Hanf anbauen. Kurzum, Cannabis steht für Hoffnung und Fortschritt.
Autor Kurosh Yazdi nimmt dieses Zusammenspiel von Konzernen, kleineren Unternehmern, Konsumenten, Medien, (Pseudo-)Medizin und Politik, die zusammen Marihuana von einer illegalen Droge zur Rettung der Nation umstilisieren, genauer unter die Lupe.
Der Appell des Suchtexperten: Stoppt den Cannabis-Kult. Er schadet unserem Gesundheitswesen, er macht unsere Jugend kaputt, er pervertiert die Mechanismen des Pharmamarktes. Dabei erklärt der Chefarzt mit einfachen Worten die Funktionsweise von
Cannabis und räumt mit Vorurteilen rund um die angebliche Harmlosigkeit des Wirkstoffs THC auf.


Schneerosen

Weniger Drogen, mehr Leben

von Marc Früh

Verlag: novum publishing,
1. Auflage 2015, 178 Seiten,
kartoniert, Format: 13,5 x 21,2 cm,
EAN: 9783990387832,
ISBN: 978-3-99038-783-2

Rauschmittel überschwemmen öffentliche Orte in Europa und werden vielen Jugendlichen zum Verhängnis. Der Wissenschaftsredakteur Frank Zobel findet jährlich 30 bis 50 neue Substanzen. Die Gesellschaft zahlt die unerbittliche soziale Rechnung für Jugendliche, die schon als Heranwachsende vernichtet werden.


Platzspitzbaby

Meine Mutter, ihre Drogen und ich

von Michelle Halbheer

Wörterseh Verlag, 2 Auflage 2013, 224 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Format: 13,5 x 21,2 cm, CHF 39.90
ISBN: 978-3-03763-035-8

Michelle Halbheers Mutter gehört der Platzspitz-Generation an; schwerst drogenabhängig vernachlässigte und gefährdete sie nicht nur sich selber, sondern auch ihr Kind. Michelle ist knapp zehn, als sich ihre Eltern scheiden lassen und sie in die Obhut ihrer heroin- und kokainabhängigen Mutter kommt. Die folgenden Jahre werden für das Mädchen derart bedrohlich, dass es nur knapp überlebt. Das Elend dringt, auch über den besorgten Vater, immer wieder nach draußen. Aber Behörden, Ärzte, Polizeibeamte und zufällig involvierte Erwachsene bleiben untätig. Als Michelle endlich über das Unfassbare spricht, ist sie bereits ein Teenager. Sie wird umplatziert. Doch der Neuanfang bei den Pflegeeltern gerät, im dort streng religiösen Umfeld, zu einer weiteren Katastrophe. Als Michelle mit sechzehn ihr Leben selbst in die Hand nimmt, weiß sie noch immer nicht, was Normalität bedeutet. Etwas anderes jedoch weiß sie ganz genau: dass sie niemals so enden will wie ihre Mutter. Mit großer Willensanstrengung setzte die heute 28-Jährige in den folgenden Jahren um, was viele andere Kinder aus Drogenfamilien leider nicht schaffen: Sie machte eine Ausbildung und – sie blieb suchtfrei. Mit dem jetzt vorliegenden Buch will Michelle allen anderen »vergessenen Kindern«, die noch heute zu Tausenden in Suchtfamilien aufwachsen, eine Stimme geben. Ihre.


Mein Sohn ein Fixer

Aber das Leben geht weiter

von Evelyne Buchmann

jago verlag, Im Boden 331, 5063 Wölflinswil,
1. Auflage 2011, 320 Seiten, broschiert, CHF 17.50,
ISBN 978-3-03704-989-1

Das Buch "Mein Sohn ein Fixer - Aber das Leben geht weiter" ist wegen Auflösung des Jago-Verlages direkt im Internet-Bücher-Shop der Autorin zu beziehen (auch als E-Book):
www.evelynebuchmann.jimdo.com

Der jahrzehntelange Leidensweg der Autorin, Mutter eines drogensüchtigen Sohnes, ist für viele betroffene Eltern und Angehörige kein Trost. Die geschilderten Erlebnisse können jedoch bei Eltern und Angehörigen von Drogenabhängigen eine solidarisierende Entlastung bewirken.
Der Tatsachenbericht zeigt auf wie zermürbend und undankbar er ist: der Kampf der Eltern gegen die Drogen. Ein Kampf, der in den meisten Fällen letztlich zur Resignation führt.

Die Autorin und der Verlag möchten mit diesem Buch darauf hinweisen, dass Prävention und Aufklärungsarbeit über den Drogenkonsum ein ständiges Schwergewicht sein müssen.

Die Autorin äussert kritische Gedanken zur Schweizerischen Drogenpolitik. So fragt sie sich, warum sich drogensüchtige Menschen überhaupt noch bemühen sollten, von der Sucht loszukommen, wenn diese ihre Drogen jetzt vom Staat erhalten. Sie bezweifelt, dass die für die liberale Drogenpolitik Verantwortlichen ihren eigenen Kindern tatsächlich auch Drogen verabreichen und verschreiben würden. Die Verwaltung der Drogensüchtigen in der Schweiz ist zu einem Milliardengeschäft geworden auf Kosten der Drogensüchtigen und ihrer Angehörigen, und letztlich auch auf Kosten der Steuerzahler, die via Krankenkasse, IV u.a. diese menschenverachtende Politik mitzutragen haben.


Drogen - Nein danke!

Diese Broschüre der Polizei enthält Informationen und Tipps für Eltern und Erziehungsberechtigte. Sie liefert anhand von Fallbeispielen Informationen zur Drogenproblematik und den damit zusammenhängenden Deliktfeldern, informiert über die Rechtsgrundlagen, die polizeilichen Aufgaben und enthält weiterführende Informationen zu Substanzen und Beratungsstellen. Die Polizei will mit dieser Broschüre Eltern und Erziehungsberechtigten einerseits die polizeilichen Aufgaben und deren rechtliche Grundlagen näher bringen, andererseits aber auch die Bandbreite und die teils schwerwiegenden Folgen unbedachten Drogenkonsums aufzeigen und damit einen Beitrag zur Präventionsarbeit leisten.

Die Broschüre kann kostenlos bei jedem Polizeiposten bezogen werden, als PDF unter www.skppsc.ch in Deutsch, Französisch und Italienisch heruntergeladen oder aber über E-Mail mb@skppsc.ch bestellt werden.



Das Maktub (Schicksal) von Luana

Sugar. Ein Tagebuch

von Michelle Nahlik
elfundzehn Verlag, 268 Seiten, gebunden, zahlreiche Abbildungen, CHF 36.00
ISBN 978-3-905769-16-6

Direkt zu beziehen via E-Mail: mailbox@elfundzehn.ch

Aus dem Tagebuch einer Heroinsüchtigen an den Schauplätzen Bern, Thun und Zürich
Michelle Nahlik erzählt in ihrem autobiografischen Buch die Geschichte einer Gymnasiastin, die mit siebzehn Jahren vom Heroin abhängig wird und alles verliert. Die Autorin stützt sich auf ihre gesammelten, von ihr selbst illustrierten Tagebücher aus den Jahren der Sucht und beschreibt die Welt der Junkies und Dealer, ihr Elend und ihre Träume an den Schauplätzen in Bern, Thun und Zürich aus erster Hand. Zahlreiche Originaldokumente aus dem Tagebuch ergänzen den Text. Es ist eine authentische Geschichte, die man mit grösster Spannung und Anteilnahme liest.


Wenn Cannabis der Seele schadet

von Lisa Lindberg/Christian Haasen
Walter-Verlag, 200 Seiten, CHF 23.70
ISBN 3-530-40177-3

Zwei Leserkommentare:

«Auf einmal krabbelten Spinnen im Kopf herum und schneidende Stimmen erteilten absurde Befehle»
, so die qualvollen Erfahrungen einer 16-jährigen Cannabis-Süchtigen. Grösser als bisher angenommen sind die Gefahren der »harmlosen« Modedroge – vor allem auch für die sensible jugendliche Seele und für das gerade in dieser Zeit so verwundbare Gehirn. Ängste, Depressionen bis hin zu Psychosen sind die Folgen eines jahrelangen Konsums der oft stark hochgezüchteten Droge Cannabis. In krisenhaften Zeiten der Pubertät werden die Anzeichen jedoch oft lange nicht erkannt. Betroffene und Angehörige reagieren hilflos, sind sie mit der psychischen Krankheit und mit der Sucht konfrontiert.

Nach dieser Lektüre dürften einige dem Kiffen gegenüber liberal eingestellte Zeitgenossen ihre Meinung nochmals überdenken. Lisa Lindberg und Christian Haasen berichten über den in der Öffentlichkeit kaum berichteten Zusammenhang von Cannabisabhängigkeit und psychischen Krankheiten wie Schizophrenie, Depression und Angststörungen. Kurze Geschichten von Betroffenen und ein ausführlicher Ratgeber für Angehörige machen das Buch für Informations- wie Hilfesuchende gleichermassen wertvoll.


Weitere Literaturempfehlungen

Marco Schnyder: Drogenfeuer. Erinnerungen an den Platzspitz. Zytglogge-Verlag.

Peggy Mann: Hasch – Zerstörung einer Legende. Fischer-Verlag.

Marianne von Allmen Seidl: Hexenjagd. Mein Leben in Abhängigkeit. Abraxas.

Evelyne Buchmann: Verlorene Jahre. EB-Verlag.